Übermorgenwelt

Übermorgenwelt

Mittwoch, 16. Mai 2012

Fantasy, oder was...?

Helden und Anti-Helden.. oder wie definiert man Fantasy.


Die zweite Sendung der Übermorgenwelt stand dieses mal ganz unter dem Motto „Fantasy“ oder vielmehr „Phantastische Literatur“. Nach einem Grußwort von keinem geringeren als Wolfgang Hohlbein wurde in angeregten Unterhaltungen über die Verbindung des Genres der Fantasy zu Märchen und Sagen, Horror oder auch Comix philosophiert. Dabei kristallisierte sich im Laufe der Sendung mehr und mehr der zentrale Punkt des Helden bzw. anti-Helden und deren Status innerhalb der verschiedenen Geschichten heraus. Über ihre archetypischen Möglichkeiten und die Rolle des Schicksals, dem keiner der freiwilligen oder unfreiwilligen Helden entrinnen kann, sowie über die fortschreitende Vermenschlichung von Charakteren der „bösen Seite“ wurden viele Bereiche der phantastischen Literatur beleuchtet. Innerhalb der Diskussion fanden bekannte Werke wie „Conan der Barbar“ von Robert E Howard und „Der Dunkle Turm“ von Stephen King ebenso Erwähnung wie eher klassische und historische Geschichten von E.T.A. Hoffmann, C.S.Lewis („Narnia“), R.L.Stephenson („Dr. Jekyll und Mr. Hyde“) oder O. Wilde („Das Bildnis des Dorian Gray“). Das Gilgamesch-Epos stand neben der Marvell-Comix-Geschichte vom Hulk und zeigt damit das breite Spektrum der phantastischen Literatur auf.
Zusätzlich zum großen Repertoire an Literatur kamen weitere Aspekte der Fantasy nicht zu kurz. Ausgiebig wurde über das neu erschienene Videospiel „Diablo III“ gesprochen und für einen kurzen Kommentar zum Kinofilm „The Avengers“ fand man ebenfalls Zeit.

Eingehender vorgestellt wurde der Fantasy-Autor Jim C. Hines, insbesondere im Zusammenhang mit seinen Büchern der „Goblin-Saga“ mit ihrem ungewöhnlichen Helden Jig. In der Rubrik Kurzgeschichte war „Das Rotkäppchen“ in der politisch korrekten Version von James Finn Garner zu hören. Nach zwei spannenden Stunden über ein weitreichendes Gebiet, beginnend beim Vergleich von Märchen in der ehemaligen DDR und Russland („Der Zauberer der Smaragdenstadt“ oder „Der Rabe Kutcha“) bis hin zur „Kastration“ des Vampirismus haben gezeigt, dass man über phantastische Literatur jederzeit neue Ansichten und Einsichten erhalten kann.
In der nächsten Sendung am 13.06. 20-22 Uhr wird eingehend der Autor Alan Dean Foster vorgestellt werden.
Bis also in 4 Wochen – Gehabt Euch wohl und vergesst nicht:

„Vernunft wird dich von A bis Z bringen; Fantasie bringt dich überall hin.“

Eure Redaktion Übermorgenwelt

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen