Übermorgenwelt

Übermorgenwelt

Samstag, 26. Januar 2013

...Skulduggery macht ungeduldig

Derek Landy

Skulduggery Pleasant - Kingdom of the Wicked

Harpercollins UK
ISBN: 978-0007480234

Vor kurzem haben wir in diesem Blog die Rezension zum Skulduggery Pleasant 06 - Die Passage der Totenbeschwörer veröffentlicht - und die jederzeit nocheinmal nachzulesen ist. Ich hoffe, die Begeisterung zu dieser Serie wurde in der Rezension deutlich zum Ausdruck gebracht.
Nun hat solcher Art Begeisterung hin und wieder zur Folge, dass die Geduld, erneut ein Jahr auf die deutsche Übersetzung zu warten, auf eine extrem harte Belastungsprobe gestellt wird. "Kingdom of the Wicked" ist der Folgeband und bereits der 7. Teil der Romanserie von Derek Landy um den Skelettdetektiven Skulduggery Pleasant und die seine Begleiterin und "heimliche" Heldin der Geschichten Walküre Unruh.
Im Internet hat man mit den neuen Technologien die Möglichkeit in solche Roman hineinzulesen und so habe ich mich entschlossen meine Kenntnisse der englischen Sprache auf die Probe zu stellen und mit den ersten Seite den Verständnis-Test zu machen.... Aus der Leseprobe wurde der Kauf des englischen Buches... Mit einigermaßen guten Englischkenntnissen ist der Roman und auch der Humor durchaus verständlich. Einige Namen werden im Deutschen übersetzt und man stutzt kurz, wenn die Namen im englischen Original anders lautet. Ansonsten arbeitet Derek Landy wenig mit Wortneuschöpfungen, weshalb man mit den herkömmlichen Vokabeln der englischen Sprache gut zu Rande kommt.
Und dann ist Teil 7 mehr als nur lesenswert. Einem Skulduggery-Fan muss er nicht extra ans Herz legen - wer die vorhergehenden 6 Bücher gelesen hat wartet sicher ebenso süchtig auf den 7. Teil. Ein Treffen mit alten und neuen Feinden und Freunde macht diesen Teil erneut zu einem tollen Leseerlebnis. Ich habe mich einige Male bei einem kurzen und lauten Auflachen ertappt, wenn Skullduggery und Walküre ihre trockenen und humorvollen Dialoge miteinander führen. Landy wird nicht schwächer - auch Teil 7 reisst mit, begeistert und hält die Spannung der vorangegangenen 6 Bände aufrecht. Humor, aber auch die zum Teil recht blutigen Beschreibungen lassen nicht nach - aber dieser Stil ist es, der die Bücher so interessant macht. Die Handlung ist nachvollziehbar und man kann kaum eine Gelegenheit zum pausieren finden - denn man muss einfach wissen, wie es weitergeht.... Ich verrate nicht, was passiert - aber am Ende des Buches erlöst der Autor den Leser endlich mit einer Situation, auf die zumindest ich bereits seit mehreren Bänden warte und über die sicherlich jeder Leser schon einmal spekuliert hat... Dass ist dann aber gleichzeitig auch ein gemeiner Cliffhanger für Teil 8!!!
Für alle Leser der deutschen Bände - aus meiner Sicht kann man sich auch auf Teil 7 wieder richtig freuen. Wer es nicht abwarten kann und der englischen Sprache mächtig ist - lest das Original!... aber auf Teil 8 muss nun wieder gewartet werden!!!

Wer noch keinen der Romane gelesen hat, der beginne bitte mit Teil 1  - Der Gentlemen mit der Feuerhand. Wenn dieses Buch gefällt wird man nahzu automatisch auch die anderen 6 Teile lesen, denn Mr Pleasant ist einfach lesenswert!



Magie in London

Das London magisch ist, weiß jeder, der es einmal besuchen durfte. Die Stadt liefert augenscheinlich genügend Möglichkeiten als Grundlagen für Romane.
Eine sehr gute Serie - zumindest hat es nach den ersten beiden Bänden den anschein - entwickelt der Autor Ben Aaronovitch. Seine beiden Romane "Die Flüsse von London" und der Nachfolger "Schwarzer Mond über Soho" spielen im aktuellen London. Constabler Peter Grant - der Hauptdarsteller der beiden Bücher - ist ein normaler Londoner Polizist, der zu Beginn des ersten Teils ("Die Flüsse von London") Kontakt mit einem äußerst merkwürdigen Zeugen eines brutalen Mordes bekommt. Dadurch rutscht er in eine äußerst ungewöhnliche Abteilung der Polizei mit, bis zu diesem Zeitpunkt, nur einem Mitarbeiter. Inspector Thomas Nightingale wird sein neuer Vorgesetzter und Peter muss erkennen, dass London eine Seite hat, die dem gewöhnlichen Auge verborgen bleibt - eine magische Seite. Auch von dieser Seite gehen Verbrechen aus und ihre Abteilung ist für die Lösung solcher Fälle verantwortlich.

Soviel zur grundlegenden Handlung - die Klappentexte verraten noch etwas mehr - aber dass kann man dort gern nachlesen. Wichtig ist, die Bücher lesen sich großartig! Die zum Teil recht heftigen Verbrechen und auch einige andere Stellen in den Büchern qualifizieren die Bücher meiner Ansicht nach nicht als Kinderbücher - Empfehlung eher ab 16. Die Geschichten sind witzig und spannend geschrieben und es treten keine Längen auf. Der Autor verliert sich nicht in komplizierten Schachtelsätzen, der Schreibstil ist direkt aber nicht flach. Ich musste mich des öfteren zwingen, die Bücher am abend zur Seite zu legen und etwas Nachtruhe vorm nächsten Arbeitstag zu bekommen - und es viel mir schwer.

Definitiv sollte man des ersten Teil auch wirklich zuerst lesen, denn Teil zwei knüpft direkt an den Geschehnissen der "Flüsse von London" an - auch wenn es sich um ein neues Verbrechen handelt. Man hat also in jedem Buch durchaus einen abgeschlossenen Roman - aber die Hintergrundgeschichte um die Hauptcharaktere setzt sich fort und ich kann die Veröffentlichung des nächsten Teils kaum erwarten. Mr Aaronovitch - Weiter so!!

Die Bücher sind für jeden etwas, der auf eine Mischung aus Krimi und Fantasy in London steht und einer guten Portion Humor nicht abgeneigt ist. Viel Spaß beim Lesen!

Die Zentrale der neuen Abteilung ist übrigens ein altes Gebäude - "The Folly". Die Webseite zur Serie steht unter der gleichen Bezeichung und der begeisterte Leser erkennt schnell, dass im Englischen bereits ein 3. Teil geschrieben ist "Whispers Underground" und auch Teil vier "Broken Homes" in diesem Jahr erscheinen wird. Als "Ein Wispern unter Baker Street" erscheint der dritte Teil in Deutschland im Juni 2013 im dtv.



Mittwoch, 23. Januar 2013

Über Übermorgenwelt e.V.

Die letzte Sendung auf Radio Free FM stand vollständig unter dem Zeichen - Übermorgenwelt Ulm e.V. - der Verein stellt sich vor - Nachrichten und Informationen in eigener Sache. Von der Gründung des Vereins und dessen Intentionen über Anekdoten von der Namensfindung und später der Renovierung der Räumlichkeiten im Fort Albeck bis hin zu dem nächsten wichtigen Ereignis - der Einweihung der Bibliothek der Fantastik sowie dem Tag der offenen Tür am 23.02.2013 konnte der geneigte Zuhörer fast alle über die Übermorgenwelt erfahren. Natürlich gab es auch weitere Beiträge - neben einem traurigen Nachruf für den Autoren Boris Strugatzki gab es aber auch eine Buchempfehlung. Die Romane von Ben Aaronovitch "Die Flüsse von London" und der Nachfolger "Schwarzer Mond über Soho" erhielten eine klare Leseempfehlung von der Redaktion Übermorgenwelt. Natürlich haben wir mittlerweile auch den Hobbit gesehen und haben in der Sendung kurz über den ersten Teil der neuen Trilogie gesprochen. Sowohl 2D als auch 3D haben gefallen und 2:40 h Film wurden, insbesondere für Tolkien-Fans, nicht zu lang!
All denen, die die Sendung verpasst haben, aber gern noch mehr Details über den Verein Übermorgenwelt Ulm e.V. erfahren möchten, sei der Tag der offenen Tür an Herz gelegt.
Wir freuen uns über jeden Besucher!