Übermorgenwelt

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Montag, 2. September 2013

It's alive, it's alive ...



Die Recherchen zum nächsten Sendungsthema „Frankenstein“ förderten viele Bücher, Filme, Bilder und sogar wissenschaftliche Abhandlungen zutage und ich werde Euch einige dazu in der Sendung am 04.09.2013 um 20-22 Uhr vorstellen.

Aber wonach ich lange suchen mußte, waren Brettspiele zum Thema Frankenstein. Doch schließlich fand ich eines:
MONSTERERBE, Das Testament des Doktor F.
Erdacht von Michael Benkendorf und herausgebracht vom Berliner Spiellabor.



Ziel des Spiels (für 3-6 Spieler ab 14 Jahren) ist es, als Nachfahre des berühmten Dr. Frankenstein ebenfalls ein Monster zu erschaffen, dies zum Leben zu erwecken und 2 Spielrunden nicht mehr sterben zu lassen. Unterstützung könnt ihr euch hierzu von Igors holen, den mehr oder weniger fleißigen Assistenten, die Ihr in der Spelunke anwerben könnt.
Damit ist auch schon ein Ort des schön gestalteten Spielbretts genannt. Des Weiteren findet ihr hier das Labor (hier hat jeder Spieler auch sein eigenes vor sich liegen), den Friedhof (wo sollen sonst die Igors nach Leichenteilen und Organen graben), den Laden (hier läßt sich alles kaufen, vom Skalpell bis zum Zitteraal), die Bibliothek (Lehrreiche und okkulte Bücher helfen bei den anstehenden Aufgaben) und das Geheime Kabinett des verrückten Professors (nur er verkauft die passenden Gehirne für die Monster). Überall hier gilt es, die Teile für das eigene Monster und Hilfsmittel zu seiner Erweckung auszugraben, zu kaufen, zu ersteigern oder auch zu stehlen. Die gesamte Idee und das Design des Spiels ist eher auf der lustigen Seite angesiedelt und so bringt es jede Menge Lacher und Schmunzler.
Aber ein gewisser Schrecken ist auch mit dabei, denn die angegebene Spielzeit von 4 Stunden ist zumindest bei den ersten beiden Spielen nicht ganz einzuhalten, und das Regelwerk will auch erst gemeinsam erarbeitet sein. So kommt man beim ersten Spiel locker auf mehr als vier Stunden Spielzeit. (Ein kleiner Tipp zum schnelleren Lernen der Spielregeln: Spielt die ersten Runden offen und gemeinsam)
Hat man dann aber die Spielregeln intus, ist für jede Menge Spielspaß im Frankensteinkontext gesorgt, und die Kleinigkeiten, die man sich nicht gemerkt hat, sind in der übersichtlichen Spielanleitung schnell nachgeschlagen.
Beide Daumen hoch für ein sehr unterhaltsames Strategiespiel, denn das Gehirn (nicht nur das zum kaufen) ist bei diesem Spiel wichtiger als das Glück.So wird es auch bei wiederholtem Spielen nicht langweilig.
Das Monster muß leben...!!!

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