Übermorgenwelt

Übermorgenwelt

Dienstag, 19. November 2019

Neue Rezension!




Wie wäre es als künstliche Intelligenz zu leben: Ohne Schmerzen, ohne lästigen Körper, aber dafür mit unendlich vielen Möglichkeiten.

Genau das geschieht Robert (Bob) Johansson. Kurz nachdem Bob seinen Vertrag für ein Einfrieren nach dem Tod unterschrieben hat, stirbt er bei einem Unfall. Und wacht im Jahr 2133 wieder als künstliche Intelligenz auf.


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Sonntag, 3. November 2019

BuCon 2019 - Es war uns ein Fest!


Auch dieses Jahr fand der Buchmesse Convent am Buchmesse-Samstag im beschaulichen Dreieich bei Frankfurt statt. Genau wie immer gab es viele Stände kleiner Phantastischer Verlage und Selfpublisher, und jede Menge Lesungen talentierter Autoren.

Wulf im Gespräch
Alles so wie immer also? Aber nein-nicht! Dieses Jahr beinhaltete die Con-Tüte, die alle frühen Vögel am Einlass ergattern konnten, nämlich neben allerlei anderen Goodies (Lesezeichen, Leseproben und eine ganze Ausgabe des phantastisch! Magazins) auch einen Flyer der Übermorgenwelt!

Selfie-Time!
Organisiert hat das unser Wulf, der dann sogar - zur Feier des Tages - extra angereist kam, um die Kunde des Vereins auch persönlich auf dem Convent zu verkünden. Damit waren neben mir, Anne, und unserem Autor-von-unter-der-Treppe Stefan, also erstmals ganze drei Mitglieder der ÜMW auf dem BuCon vertreten.

Es wurden viele Flyer verteilt und Kontakte geknüpft, unter anderem mit den Veranstaltern des BuCon, von denen prompt der Vorschlag kam, der Verein könne ja für nächstes Jahr mal über einen Stand auf dem DreieichCon nachdenken, der sich als Rollenspielmesse in der Szene längst einen Namen gemacht hat.

v.l. James A. Sullivan, Judith Vogt, Christian Vogt
Es wurden Lesungen gesehen, mit Autoren gequatscht und sogar auch das ein oder andere Buch erstanden. *räusper Ein rundum gelungener Tag also, der auch wieder einmal bestätigt hat, dass der BuCon für Phantastik-Fans DIE Alternative zur Frankfurter Buchmesse ist.
Lesung des Thorsten Low Verlags

Und wer von euch kommt nächstes Jahr mit?

Freitag, 18. Oktober 2019

Neue Sci-Fi Rezension

"Skyward" von Brendan Sanderson 




Sanderson erobert ein neues Genre – die Science-Fiction. Ein Jugendroman wie er bildgewaltiger und actionreicher kaum sein könnte, eine Geschichte ums Überleben, und ums Erwachsenwerden, um Stolz und Mut und Tapferkeit, und darum, was es heißt, die eigene Frau zu stehen.


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Donnerstag, 25. Juli 2019

Quantität UND Qualität - Lange Buchreihen






Epische Geschichten, komplexes Worldbuilding und Charaktere, an deren Abenteuern wir lange teilhaben dürfen – all das macht die Faszination an bandstarken Buchserien aus. 








Donnerstag, 11. Juli 2019

Kreative Bastelidee: Zeichnen mit Heißkleber

Das Wappen der Brakebills Universität aus "The Magicians"





Juchhu, bald sind Sommerferien! Die Sonne und die Freiheit rufen – hinaus soll’s gehen, ganz weit weg, oder vielleicht auch einfach raus auf Balkonien. Was aber, wenn das Wetter nicht ganz so mitspielt? Oder noch schlimmer, wenn man einfach keine Lust darauf hat, rauszugehen? Und am allerschlimmsten: was, wenn man keine Lust hat, zu lesen? 😱

Keine Panik, ihr Lieben, ich hab‘ da was für euch. Eine lustige Beschäftigung für Groß und Klein, ohne großen Aufwand: Heißkleber-Zeichnen!







Mittwoch, 3. Juli 2019

Fantastische Musik: Ingrid Michaelsons Album “Stranger Songs“






 Inspiriert von der Serie „Stranger Things“ hat die Indie-Pop Sängerin Ingrid Michaelson ein ganzes                   Album geschrieben, und dieses ist nun ganz frisch erschienen. 



Donnerstag, 20. Juni 2019

Annes Meinung: Fantasy in Serie - the good and the bad

Trilogie, Dilogie, Epos, Saga... wie immer Autoren es auch nennen, die meisten Fantasygeschichten haben eins gemeinsam: sie sind einfach viel zu lang für nur ein einzelnes Buch. 

Montag, 10. Juni 2019

Insolvenz des "Feder & Schwert" Verlages




Es hat ein wenig wie eine Bombe eingeschlagen in der Szene - der bekannte und augenscheinlich sehr erfolgreiche "Feder & Schwert" Verlag (und damit zusammenhängend auch der Uhrwerk Verlag) hat Insolvenz angemeldet.

Damit hatte wohl keiner gerechnet, selbst Brancheninsider sind davon überrascht worden.

In der Pressemitteilung heißt es: "... Obwohl der zu dieser akuten Zahlungsunfähigkeit führende Umstand für den Verlag in dieser Form nicht vorhersehbar war und uns selbst überraschend getroffen hat, stehen uns innerhalb des Verfahrens noch verschiedene Optionen offen. Dennoch gehen wir davon aus, dass die Verlage Ende des Jahres in dieser Form nicht mehr bestehen werden..." Wer die komplette Pressemitteilung lesen will, kann das hier tun.

Es werden noch weitere Bücher erscheinen, da der Verlag alles versucht, zumindest die Crowdfunding-Projekte und die sich bereits in Planung befindlichen Titel herauszubringen.

Und wer weiß, vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder und der Verlag kann gerettet werden.
Der BuCon zumindest hat bereits Solidarität mit dem gebeutelten Verlag gezeigt und angekündigt, dass der Messeauftritt und die Partnerschaft mit F&S nicht gefährdet sind.

Gerade Feder & Schwert hat einen etablierten Namen und schien seine Nische in der Phantastikszene fest verankert und eingenommen zu haben. Das ist leider kein gutes Zeichen für all die anderen kleinen Verlage, die aus dem Einheitsbrei herausstechen, und auch mal ein Risiko eingehen.

Was wir also daraus lernen sollten: Unterstützt Eure Verlage.

Bestellt Bücher direkt über die Verlagsshops; sprecht über eure Social Media Kanäle darüber, was euch an ihnen gefällt; hinterlasst Rezensionen zu neu erschienenen Büchern; fragt in Buchhandlungen nach, ob auch Bücher aus kleineren Verlagen ausgestellt werden könnten... Möglichkeiten gibt es hier genug.

Und wer den F&S Verlag vielleicht noch gar nicht kennt, der kann zum Beispiel die "Die dunklen Fälle des Harry Dresden" Reihe von Jim Butcher in unserer Bibliothek ausleihen, oder die Anthologie "Eis und Dampf" (in der auch unser Vereinseigener Autor Stefan Schweikert vertreten ist).

Anne Neuschwander


Donnerstag, 6. Juni 2019

Die Pathfinder-Society stellt sich vor


www.pathfindersocietyulm.wordpress.com


 An alle Interessierten und Freunde der Übermorgenwelt,

seit Anfang des Jahres sind wir nun offiziell dabei und es wird langsam Zeit, dass wir uns einmal ordentlich vorstellen. Wir, das heißt Stefan, Lea, Nick und Felix, sind die Organisatoren der Ulmer Pathfinder Society - einer offenen Pen-and-Paper-Runde - bei der jeder, unabhängig von Alter und Erfahrung, mitspielen kann. Damit aber vielleicht klarer wird, was wir denn genau veranstalten erstmal ein wenig Erklärung:

Pathfinder ist neben bekannteren Vertretern wie Dungeons and Dragons, Das Schwarze Auge, Shadowrun und Call of Cthulhu ein Regelwerk für Rollenspiele. Genauer gesagt handelt es sich um ein klassisches Fantasy-Setting mit einem D20 System (wir benutzen also die tollen 20-seitigen Würfel :) ). Die Pathfinder Society ist in der realen Welt eine globale Kampagne, welche dieses Regelwerk verwendet. Das heißt, die Abenteuer, die wir spielen, werden parallel überall auf der Welt gespielt und alle Spielleiter melden die Ergebnisse des Abends dann online beim Verleger. Anhand dieser Ergebnisse wird dann der weitere Verlauf der Kampagne bestimmt und es werden neue Abenteuer entworfen. Also kann jede Gruppe damit Einfluss auf die Handlung nehmen, je nachdem ob sie zum Beispiel den fiesen Nekromanten tötet, gefangen nimmt oder er ihnen eventuell sogar entkommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass jeder, der bei uns schon ein paar Runden gespielt hat, sich diese Runden überall auf der Welt bei Society-Ereignissen anrechnen lassen und seinen Charakter dort verwenden kann. Wer also schon immer auf einer amerikanischen Convention spielen wollte, dem wird es hier sehr einfach gemacht.

Im Spiel selber verkörpert jeder Spieler ein Mitglied der Pathfinder Society, einer Gruppierung von Abenteurern, die in der Spielwelt global agieren. Die Leiter der Society entsenden unter dem Motto "Erkunden, Berichten, Kooperieren" jedes mal neu zugeteilte Gruppen aus verschiedensten Abenteuerern, um Ruinen zu erforschen, diplomatische Kontakte zu knüpfen oder Monster zu bekämpfen. Ein solcher Auftrag (oder auch Szenario genannt) ist immer ein eigenständiges Abenteuer und wird an einem Abend komplett abgeschlossen. Da so an jedem Termin neue Abenteuer starten, kann jeder Interessierte frei entscheiden, ob er an einem Termin kommen möchte oder nicht. Man kann am Beginn des Abends immer neu ein- oder auch aussteigen, was die Teilname bei unseren Runden sehr flexibel gestaltet.
Momentan umfasst unsere Gruppe in wechselnder Besetzung und inklusive der 5 Meister (mit Réne als Neuzugang) in etwa 10-16 Teilnehmer pro Abend, also genug für 2 Spielerunden. An gut besuchten Tagen könnten wir sogar schon 3 Gruppen starten. Wir spielen jeden zweiten Donnerstag in der Spacekantina der "Übermorgenwelt Ulm" ab etwa 18 Uhr. Je nach Abenteuer und Spielerzahl dauern die Runden dann zwischen 5 und 6 Stunden, natürlich inklusive aller Abschweifungen und dummen Scherzen.

Sollte jetzt jemand Interesse haben vorbeizukommen oder einfach nochmal genauer nachzulesen wollen, was wir denn so treiben, dann findet ihr alle Infos zu uns, dem Spiel sowie das Anmeldeformular (damit wir unsere Runde besser planen können) auf unserer Internetseite unter www.pathfindersocietyulm.wordpress.com 

Seit neuestem spielen wir außerdem auch einmal im Monat Starfinder. Das Prinzip ist dasselbe, nur eben Pathfinder als Science Fantasy. Für alle denen das kein Begriff ist: Magie und Fantasy im Weltall. Bisher findet diese Runde allerdings noch extern statt. Genaueres dazu findet ihr ebenfalls auf unserer Seite.

Vielleicht sieht man sich dann demnächst beim Spielen.

Eure PFS Ulm

Samstag, 1. Juni 2019

Neue Rezension!


Ich stehe schon in unserer Bibliothek! 






Von einer Welt, in der Dutzende Zivilisationen bereits in Trümmern liegen, und deren letztes Aufbäumen gegen den Untergang nun begonnen hat, davon erzählt N.K. Jemisin in diesem Auftakt zu ihrer preisgekrönten Trilogie auf beeindruckende Weise.

Hier geht's zu Rezension!

Donnerstag, 23. Mai 2019

Ticket zum Mars

Ich war mal so frei und hab's für den kompletten Verein gelöst. Wer ist dabei? 👏😊




Nur, wo ist das Rückticket?? 😮

Und wer sein eigenes Ticket lösen oder mehr über das Ganze wissen möchte, der gehe hier zur NASA.


Anne



Mittwoch, 24. April 2019

Liebe Freunde und Mitglieder der Übermorgenwelt,
liebe Interessierte, Gäste und Spielbegeisterte

die verschiedenen Spiele- und Tabletop-Gruppen der Übermorgenwelt veranstalten einen Spieletag,
in dem wir viele strategische Spiele, die derzeit bei uns angesagt sind, präsentieren.

Wann:    05. Mai 2019, Sonntag, 
von 10.00 Uhr bis …open End

Wo:             Moria-Spielekeller (Fort Albeck)
(wenn ihr in die Festung reinkommt, einfach rechts halten und den Keller runter)

Ihr habe die Gelegenheit den ganzen Tag zu schauen, was wir in Moria so alles machen.
Gerne könnt ihr Mitspielen oder einfach nur Zuschauen, Fragen stellen und unsere fantastischen Spielwelten bewundern  J

Es wird ein bunter Mix von strategischen Spielen aufgefahren, die unterschiedliche Themen abdecken:

-Fantasy (von Orks bis Untote)
-Science Fiction (von Space Marines bis Raumflotten)
-Historisch (von den Kelten und  Cäsars Römer bis zur Napoleonischen Epoche)

Wir freuen uns auf euch !

Eure ÜSG´ler
(Übermorgenwelt Spielegruppe)

Freitag, 5. April 2019

Interview mit Autor Robert Rittermann



Als Teil der Blogtour zur "Lost Project"-Reihe stellt sich der Autor, Illustrator und Dinosaurier-Fan Robert Rittermann den Fragen der Übermorgenwelt-Redaktion - mit Bravour gemeistert, würde ich sagen!

Wer danach auf seine Bücher neugierig geworden ist, der kann sich freuen: Robert hat der Bibliothek der ÜMW jeweils ein Exemplar von Band 1 und 2 seines Dinosaurier-Zeitreise-Abenteuers zur Verfügung gestellt. :D

Und wer nochmal nachlesen will, hier der Link zu meiner Rezension zu "Lost Project - Unter fremden Sternen". Führ mich zur Rezension!

Anne Neuschwander


Sonntag, 17. März 2019

Soirée Fantastique - Helden & Verfluchte

Erneut gab es eine Lesung in den Hallen der Übermorgenwelt Ulm e.V..
Dieses mal konnten wir am 08.03.2019, also passenderweise am Weltfrauentag, zwei phantastische Autorinnen für unsere Lesung gewinnen.
Jennifer Jäger aka Liza Grimm aus München und Julia Glöckler aka Julia Lange (die waschechte  Ulmerin erhielt spontanen Heimatapplaus) stellten uns ihre neuesten Werke in einer mehr als zweistündigen Lesung mit Fragerunde vor.
Sowohl bei der Vorstellung von "Blutgesang" als auch bei "Die Helden von Midgard" handelte es sich um Premiere-Lesungen, und die Autorinnen verschafften den Zuhörern einen spannenden Abend mit ihren tollen Geschichten, gespickt mit lustigen Anekdoten und "Flachwitzen"
(Was macht ein Stück Fleisch unter dem Sofa? - sich versteaken... ;D )
Die vorgetragenen Texte waren natürlich deutlich tiefgründiger!
Der Saal war mit 40 Personen sehr gut gefüllt und im Anschluss an die Lesung zog es die Gäste, auf der Jagd nach Widmungen und Signierungen, zu den beiden Erfolgsautorinnen. 
Die "Aftershow-Party" zog sich bis Mitternacht und wir hatten das Gefühl, dass sich sowohl die Gäste als auch die Autorinnen wohl gefühlt haben.









Wir freuen uns schon auf die nächste Lesung. 
Habt ihr Autorenwünsche - hinterlasst gern einen Kommentar!

Freitag, 8. März 2019

Für Kurzentschlossene: Eintauchen ins phantastische Japan


Unsere Vereinsmitglieder Graciela und Angela haben der Ausstellung mit dem Titel „Von Zauberwesen, Ungeheuern & Gespenstern“  im Museum Ulm mehr als einen Besuch abgestattet und lassen uns an ihren Eindrücken teilhaben. Das Museum hat die Ausstellung noch bis zum 10.03.2019 verlängert - eine letzte Möglichkeit sich verzaubern zu lassen gibt es also noch an diesem Wochenende!



Als mir der Titel „Von Zauberwesen, Ungeheuern & Gespenstern“ ins Auge sprang, dachte ich: „Das klingt doch nach etwas für die Übermorgenwelt“… Dann forschte ich nach. Es war der Titel einer Ausstellung im Ulmer Museum über Japanische Holzschnitte des18. & 19. Jh. - ok, vielleicht doch nicht wirklich für Übermorgenweltler, sondern eher etwas für Kunst/Japanliebhaber …
Als  Bewunderer von Utamaro, Hokusai, Hiroshige & Co. zog es mich in die Ausstellung und so haben Angela und ich uns die Werke, man muss sagen: die Meisterwerke, zusammen angeschaut.
Fazit: Phantastisch! Selbst wer nicht viel mit diesen unglaublichen Drucken und seiner Qualität anfangen kann (und sich auch nichts unter Kabuki vorstellen kann): diese Geister- & Monstersammlung ist sehenswert! In jedem Bild ein Unwesen mit einer Geschichte, Sage, einem Märchen, so vielfältig, so gruslig und z.T. auch wunderbar absurd.
Beispiel: Ein froschartiges böses Wesen, dessen Lebensflüssigkeit sich in einer Delle seines Kopfes befindet, kann man überlisten, indem man sich vor ihm verbeugt. Das Wesen liebt höfische Sitten und verbeugt sich deshalb entzückt ebenfalls, wodurch die Flüssigkeit, die ihm Leben und Kraft schenkt, ausläuft.
Vieles, wie auch bei unseren Märchen, Geschichten und bösen Wesen, ist ein Ausdruck von Ängsten & Moral.

Im zweiten Stock der Ausstellung wird es interessant für alle Manga und Anime Fans. Hier geht es um deren Ursprung und Anfänge, denn letzten Endes sind all jene Bilder aus den vorigen Jahrhunderten Vorbild für dieses Genre. Unter anderem kann man eine damals noch auf Folie gezeichnete Szene aus einem Film des Studio Ghibli bewundern oder auch einem der ersten Manga-Helden, Astro Boy, begegnen, der als Fernsehserie meine Kindheit begleitete. 
Am Schluss läuft man, eine Melodie aus Prinzessin Mononoke summend (ein Ausschnitt läuft begleitend in Endlosschleife auf einem Monitor), reich an Eindrücken aus der fantastischen Welt Japans, aus der Ausstellung.
Graciela


Ein paar Tage ist es schon her, dass wir uns die Holzschnitte angeschaut haben und vielleicht ist es auch ganz gut zwischen Bild und Niederschrift eine kleine Zeit verstreichen zu lassen, denn dann zeigt sich was an Eindrücken bleibt: Unglaublich detailreiche Holzschnitte und die Erinnerung an das eine oder andere Aha-Erlebnis.

So geht zum Beispiel aus den Bildern und erklärenden Ausstellungstexten hervor, dass in der japanischen Kultur nicht nur den Naturgewalten Geister innewohnen, sondern auch Werkzeugen. Das heißt die Idee von Transformer und Co. ist nicht neu, sondern im Grunde uralt.

Eine weitere Erkenntnis zeigte sich bei einer Bilderserie über den Erdbebenwels, der unter den japanischen Inseln haust und bei jeder seiner Bewegungen Erdbeben und Tsunamis auslöst. Im Grunde geht es in diesen alten Geschichten darum, eine Beziehung zu den naturgegebenen und zerstörerischen Elementen aufzubauen, um mit diesen irgendwie leben zu können. Oft werden sie auch aus diesem Grund verniedlicht dargestellt und bieten damit so eine Art Traumaverarbeitungsmöglichkeit.

Fast unheimlich und hellseherisch war im zweiten Stock eine Darstellung von Tsunami und radioaktiver Zerstörung, das einige Jahre vor dem Tsunamiereignis in Fukushima entstanden ist.

Insgesamt ist die Ausstellung überschaubar und die erklärenden Texte bringen einem die japanischen Denkweisen sehr anschaulich nahe. Aufgrund der großen Nachfrage wurde die Ausstellung bis zum 10, März verlängert und wer sich diese wundersamen Einblicke in eine fremde Welt noch gönnen möchte, sollte sich ein oder zwei Sunden Zeit nehmen, es lohnt sich. Der eine oder andere Eindruck mag sich geistergleich in unserer Welt ausbreiten wie auf dem Bild des Zeichners, der von dem Geist, den er gerade zeichnet, aus dem Bild heraus überrascht wird.
Angela