Übermorgenwelt

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Donnerstag, 20. Juni 2019

Annes Meinung: Fantasy in Serie - the good and the bad

Trilogie, Dilogie, Epos, Saga... wie immer Autoren es auch nennen, die meisten Fantasygeschichten haben eins gemeinsam: sie sind einfach viel zu lang für nur ein einzelnes Buch. 




Und ist es nicht das, was die meisten von uns wollen, diejenigen unter uns, die sich in den fantastischen Welten verlieren? Dass es nie endet, und wir immer wieder zurückkehren können, weiter mit den lieb gewonnenen Charakteren Abenteuer erleben dürfen?

Im Idealfall gefällt uns auch alles Neue, wir verschlingen die neue Geschichte, freuen uns und leiden mit den Protagonisten. Meistens wissen die Autoren auch ganz genau, was sie liefern müssen, um die Leser bei der Stange zu halten und sie auch das nächste Buch in der Reihe lesen zu lassen.

Was aber, wenn dem nicht so ist? Mit dem Anfang einer Geschichte geben Autoren ihren Lesern ein Versprechen darüber, was darin geschehen wird, was und wie es erzählt wird - und vielleicht sogar, wie die Geschichte enden wird. Wird es von einem Autor gebrochen, mag man das Buch nicht. „Nicht das, was ich erwartet habe“, ist oft die Begründung. 

Das Gefährliche an Reihen ist, dass man dieses Risiko mit jedem weiteren Buch eingeht. 
Denn passt die Story nicht zu dem, was vorher kam, oder endet es auf eine Weise, die nicht zufriedenstellend ist, dann ist damit nicht nur das eine Buch enttäuschend, sondern die ganze Reihe. 

Hier zwei Beispiele, aus meiner persönlichen Erfahrung. Zwei Trilogien. Bei einer wurde meiner Meinung nach alles richtig gemacht, bei einer nicht so sehr. 

Top: „Weltenwanderer“-Trilogie von V.E. Schwab



Eine Geschichte über Magie, vom Wandern zwischen Welten, über Liebe und Verantwortung und darüber, wie man einen Fehler wieder gutmachen kann, der mehr als nur eine Welt bedroht. Großartige Fantasy, vom ersten bis zum letzten Wort. Kein Versprechen wird gebrochen, und auch wenn nicht alle Charaktere das Ende bekommen, dass man sich für sie wünscht (Holland cry emoji), fühlt sich doch jedes einzelne davon richtig an. 








Flop: „Königin der Schatten“-Trilogie von Erika Johansen


Wisst ihr noch, das Ding mit den Versprechen? Leider ist in dieser Trilogie genau der schlimmste Fall eingetreten: für zweieinhalb Bücher fiebert man mit, hat sich in die Charaktere verliebt, hat Theorien aufgebaut wie die komplexe, coole Story am Ende aufgelöst wird... und dann kommt das Ende des dritten Buches. Für mich leider eine total Enttäuschung. Die Auflösung ist - nun ja. Es ist keine. Schade, denn ohne richtiges Ende macht es leider keinen Spaß, die Reihe zu lesen. 




Wie ist es mit Euch, wart ihr auch schon mal enttäuscht vom letzten Band einer Reihe?





Anne Neuschwander

1 Kommentar:

  1. Das Ende in der Tearling-Reihe hat mich auch überrascht. Ungewöhlich, ein solches Ende. Dennoch war es ein spannendes und kreatives Szenario finde ich. ^^

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